Fortbildungen und Fachtage
Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen: Präventions- und Interventionsmöglichkeiten
Jedes 4. Mädchen und jeder 10. Junge erleben im Laufe ihrer
Kindheit mindestens einmal sexualisierte Gewalt. Die Fortbildung
vermittelt neben Hintergrundwissen praxisnah Schritte der
Verdachtsklärung und Intervention sowie
Präventionsmöglichkeiten für den pädagogischen
Alltag oder in Form eines Präventionsprojekts. Dauer: 6 -12 Std.
(je nach Vorwissen und Bedarf)
Sexualisierte Gewalt unter Kindern und Jugendlichen: Präventions- und Interventionsmöglichkeiten
In den letzten Jahrzehnten scheinen sexuelle Übergriffe unter
Kindern zuzunehmen. Auch pädagogische Fachkräfte sind oft
verunsichert, wo normale kindliche Sexualität endet und wo
sexuelle Übergriffe beginnen. Die Fortbildung vermittelt
Hintergrundwissen zur Sexualentwicklung von Kindern, Kriterien für
sexuelle Übergriffe, Grundlagen für die Intervention bei
sexuellen Übergriffen unter Kindern und
Präventionsmöglichkeiten. Dazu gehören z.B. die Arbeit
mit dem übergriffigen und dem betroffenen Kind oder auch
Gespräche mit den Eltern beider Kinder. Dauer: 6 - 12 Std. (je
nach Vorwissen und Bedarf)
Mobbing unter Kinder und Jugendlichen: Präventions- und Interventionsmöglichkeiten
Etwa 15% der Schüler/innen erleben sich als Mobbingopfer. Sie
erfahren Schikanen wie Hänseln, Lästern, Ignorieren oder
Ausgrenzen. Mobbing kommt in allen Altersstufen und Schulformen vor.
Von der 6. bis 10. Klasse ist die Häufigkeit von
Mobbingvorfällen am größten. Dabei ist es wichtig
Mobbing als kollektive psychische Gewalt der Klassengemeinschaft zu
verstehen, in der alle Klassenmitglieder ihre Rolle übernehmen.
Die Fortbildung vermittelt Hintergrundwissen, Interventions- und
Präventionsmöglichkeiten für Mobbing in der Schule.
Dauer: 6 - 12 Std. (je nach Vorwissen und Bedarf))
Kindeswohlgefährdung: erkennen – beurteilen – handeln
Neben ihren fördernden und unterstützenden Aufgaben
müssen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe auch zum Schutz
von Kindern und Jugendlichen vor Kindeswohlgefährdung tätig
werden. Der 2005 in Kraft getretene § 8a SGB VIII schafft
hierfür präzisere Grundlagen und nimmt nun auch freie
Träger der Kinder- und Jugendhilfe stärker in die
Verantwortung. Sie müssen Kindeswohlgefährdung wahrnehmen,
einschätzen, am Hilfeprozess aktiv mitwirken (z.B. durch
Elternarbeit) und alle Interventionsschritte dokumentieren. Die
Fortbildung unterstützt pädagogische Fachkräfte diesen
Schutzauftrag kompetent umsetzen zu können.
Dauer: 6 - 24 Std. (je nach Vorwissen und Bedarf)
Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung: Präventions- und Interventionsmöglichkeiten
Menschen mit Behinderung sind in weit höherem Umfang von Gewalt
betroffen als Menschen ohne Behinderung, da sie für Täter die
leichteren Opfer sind. Etwa 64% der Frauen mit Behinderung erleben im
Laufe ihrer Kindheit oder im Erwachsenenalter sexualisierte Gewalt im
Vergleich zu 50 % der Frauen und Mädchen ohne Behinderung.
Männer mit Behinderung erleben in ihrer Kindheit oder im
Erwachsenenalter zu 50% sexualisierte Übergriffe im Vergleich zu
8% der Männer und Jungen ohne Behinderung. Die Fortbildung
vermittelt neben Hintergrundwissen praxisnah Schritte der
Verdachtsklärung und Intervention sowie
Präventionsmöglichkeiten für den pädagogischen
Alltag oder in Form eines Präventionsprojekts. Dauer: 6 – 12
Std. (je nach Vorwissen und Bedarf)
Sexualisierte Gewalt unter Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung: Präventions- und Interventionsmöglichkeiten
Unter Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung sind
sexualisierte Übergriffe keine Seltenheit. Den übergriffigen
Kindern geht es dabei – genauso wie den Kindern ohne Behinderung
- um das Gefühl der Macht und Dominanz. Aufgrund ihrer Behinderung
und ihrer größeren Abhängigkeit haben die Opfer mit
geistiger Behinderung häufig eine schlechtere Wahrnehmung für
eigene Grenzen und lernen unzureichend Grenzen zu setzen. Auch die oft
mangelnde Sexualaufklärung wirkt sich auf diese Form der Gewalt
negativ aus. Pädagogische Fachkräfte sind oft verunsichert,
wo normale kindliche Sexualität endet und wo sexuelle
Übergriffe beginnen. Die Fortbildung vermittelt Hintergrundwissen
zur Sexualentwicklung von Kindern und Jugendlichen mit geistiger
Behinderung, Kriterien für sexuelle Übergriffe, Grundlagen
für die Intervention bei sexuellen Übergriffen unter Kindern
und Jugendlichen und Präventionsmöglichkeiten. Dauer: 6
– 12 Std. (je nach Vorwissen und Bedarf)
Mut zur Offenheit!“ Sexualpädagogik mit Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung
Das Thema Sexualität und Sexualaufklärung bei Kindern und
Jugendlichen mit geistiger Behinderung löst bei pädagogischen
Fachkräften und Eltern häufig Unsicherheit aus. Was ist
normal? Was soll ich zulassen, wann und wie soll Sexualaufklärung
stattfinden?
Diese Unsicherheit führt häufig dazu, das Thema
Sexualität zu ignorieren und Sexualaufklärung zu
vernachlässigen. Aber auch Menschen mit Behinderung haben ein
Recht auf Sexualität und Beziehung. Sie brauchen auf dem Weg ihrer
Körper- und Sexualentwicklung frühzeitig Aufklärung und
Unterstützung.
Ziel der Fortbildung ist es, sich mit der eigenen Haltung zu
Sexualität und Behinderung auseinanderzusetzen. Neben
Hintergrundwissen zur Sexualentwicklung werden Bausteine und Methoden
der Sexualpädagogik vorgestellt. Die Fortbildung soll mehr
Sicherheit in der eigenen Haltung und bei der Umsetzung
sexualpädagogischer Inhalte mit den Kindern und Jugendlichen
vermitteln. Dauer: 6 Std.
Kindeswohlgefährdung: erkennen – beurteilen – handeln
Neben ihren fördernden und unterstützenden Aufgaben
müssen Einrichtungen der Behindertenhilfe auch zum Schutz von
Kindern und Jugendlichen vor Kindeswohlgefährdung tätig
werden. Kinder und Jugendliche mit Behinderung sind in weit
höherem Maße von Kindeswohlgefährdung betroffen, als
Kinder ohne Behinderung. Die Fortbildung vermittelt Hintergrundwissen
über die verschiedenen Formen der Kindeswohlgefährdung
(Vernachlässigung, körperliche, psychische und sexualisierte
Gewalt) und informiert über geeignete Interventionsschritte im
Verdachtsfall. Dadurch werden pädagogische Fachkräfte
unterstützt, ihren Schutzauftrag kompetent umsetzen zu
können. Dauer: 6 - 24 Std. (je nach Vorwissen und Bedarf)