Gewaltpräventionsprojekte
Gewaltpräventionsprojekt "ECHT STARK!"
Kinder und Jugendliche sind alltäglich mit
Grenzüberschreitungen oder Gewalt konfrontiert. „ECHT
STARK!“ beugt Gewalt vor und wirkt Gewalt entgegen. Kinder und
Jugendliche lernen, wie sie Grenzüberschreitungen vermeiden
können und ermutigt sie, Gewalt nicht zu tolerieren, sondern
gewaltfrei Grenzen zu setzen oder Hilfe zu holen.
Da viele Kinder und Jugendliche Opfer sexualisierter Gewalt werden,
legt „ECHT STARK!“ Wert darauf offen und angstfrei auch
über diese Form der Gewalt aufzuklären und Kindern und
Jugendlichen vorbeugend zu stärken.
„ECHT STARK!“ begleiten Kinder und Jugendliche auf den Weg
zu einer starken und selbstbewussten Persönlichkeit.
Zielgruppe:
Kinder und Jugendliche im Alter von 5-17 Jahren (Vorschule bis 10. Klasse)
Präventionsbausteine
Die Schwerpunktsetzung der Themen und Variation der Methoden sind
alterabhängig unterschiedlich konzipiert. Die Dauer jedes
Bausteins beträgt 90 Minuten. Die Arbeit mit der jeweiligen
Schulklasse findet in enger Zusammenarbeit mit der Klassenlehrkraft
statt.
In der Regel finden die 6 Bausteine im Rahmen von zwei Projekttagen jeweils von 8-13 Uhr statt.
Mit theaterpädagogischen Methoden lernen die Kinder und
Jugendlichen die verschiedenen Gewaltformen kennen und können
Verhaltensmöglichkeiten einüben.
Wir erarbeiten angstfrei und offen welche Formen sexualisierter Gewalt
es gibt. Die Kinder und Jugendlichen üben in Rollenspielen, wie
sie sich verhalten können.
Um Gewalt unter Kindern und Jugendlichen zu vermeiden wird erarbeitet
woran die Grenzen anderer zu erkennen sind und wie durch gewaltfreie
eindeutige Kommunikation Grenzen setzen gelingen kann.
Im Klassengespräch ist der Austausch über bereits erlebte
Übergriffe der Einstieg, um gemeinsam Sicherheitsregeln für
die Nutzung von Chaträumen zu erarbeiten.
Kindern und Jugendliche sollen einen positiven Zugang zu ihrem
Körper, ihrer Sexualität und ihrer Geschlechterrolle
entwickeln können. Sie brauchen Unterstützung auf dem Weg zu
einer positiven Beziehungsarbeit unabhängig von Medienklischees.
Wir setzen uns offen mit altersgemäßen Fragen auseinander
und erarbeiten die Grundlagen einer positiven Beziehungsgestaltung.
In der Sprechstunde haben wir ein offenes Ohr für noch offenen
Fragen und Probleme, bei denen wir gemeinsam Antwortungen und
Lösungen finden.
Fortbildung und Elternabend
Da pädagogische MitarbeiterInnen und Eltern einen wesentlichen
Beitrag zur Gewaltprävention leisten, finden vor der Projektarbeit
mit den Kindern und Jugendlichen eine 6stündige Fortbildung
für die MitarbeiterInnen und ein 2stündiger Elternabend
statt. Ziel der Fortbildung ist es, die Kompetenz von MitarbeiterInnen
in der Prävention und Intervention bei (sexualisierter) Gewalt an
Kindern und Jugendlichen mit (geistiger) Behinderung zu erweitern. Der
Elterninformationsabend vermittelt wichtiges Hintergrundwissen zum
Thema und erläutert, wie eine vorbeugende, stärkende
Erziehung im Alltag gelingen kann.